Was soll es kosten?

Eine der ersten Fragen, die gestellt werden, ist die Frage nach den Kosten. Bei diesem Stichwort zuckt der Internet-Dienstleister gewöhnlich zusammen, was schlicht daran liegt, dass die Kalkulation von Internet-Projekten von unzähligen Parametern abhängig ist, die alle berücksichtigt werden wollen. Wurde ein Parameter vergessen, zahlt der Dienstleister möglicherweise drauf. Umgekehrt fehlt dem Kunden das notwendig Know How, um den Aufwand einschätzen zu können, weshalb er in gewisser Weise gezwungen ist, die Katze im Sack zu kaufen. Dies ist weder für den Dienstleister, noch für den Kunden eine besonders angenehme Situation.

In vielen Fällen zückt der Dienstleister eine Preisliste, worauf die Stundensätze für die unterschiedlichen Arbeiten aufgelistet sind. Die Anzahl der Stunden wird geschätzt und mit einem Unsicherheits-Multiplikator multipliziert. Dann holt der zukünftige Projektleiter tief Luft und Sie müssen sich einen Monolog aus kleingedruckten Konjunktiven anhören, bevor dann in einem Nebensatz eine mögliche Preisspanne angegeben wird. Nicht selten wissen Sie nach den Ausführungen weniger, als vorher.

Manche Internet-Dienstleister verfügen über eine zusätzliche Liste, worauf bestimmte Leistungen vorkalkulliert sind. Dort heißt es beispielsweise: eine Internet-Seite kostet soundoviel, ein Gästebuch soundsoviel, ein Kontakt-Formular soundsoviel, ein CMS soundsoviel, ein Blog sounsoviel usw.. Das hört sich praktisch an, ist es aber nicht. Denn so etwas, wie einen genormten Internet-Auftritt, gibt es nicht. Das liegt ganz einfach daran, dass hinter jedem Internet-Auftritt Menschen stecken.

Die Erwartungen

Manche meinen, es reicht, wenn man im Internet präsent ist und der Umsatz verdoppelt sich von allein. Das ist zwar nicht ausgeschlossen, aber genauso unwahrscheinlich wie die Aussage, daß ein Internet-Auftritt überhaupt keinen Mehrwert hat. Hier ist es wichtig, daß der Kunde über den tatsächlichen Sinn und Unsinn eines Auftritts möglichst realistisch beraten wird. Auch hier ist es von Vorteil, wenn Ihr Dienstleister über mehrjährige Erfahrung verfügt.

Es macht beispielsweise wenig Sinn, für ein Ein-Mann-Unternehmen ein Projekt zu realisieren, welches mehr als die Hälfte eines Jahresumsatzes kosten wird. Umgekehrt macht es wenig Sinn, für ein renomiertes Unternehmen einen Auftritt zu realisieren, welcher kaum mehr als eine Visitenkarte beinhaltet. Das wäre genauso verkehrt, wie die Realisation eines Auftritts, der später mangels Personal, Zeit oder Know How nicht gewartet werden kann.

Manche Internet-Dienstleister neigen dazu, die erste Euphorie zu nutzen, um Umsatz zu generieren. Ein guter Dienstleister tut so etwas nicht. Er wird Sie darauf hinweisen, dass schon viele Internet-Projekte aufgrund von Fehleinschätzungen zugrunde gegangen sind. Es ist wichtig, daß Sie sich über Ihren Internet-Auftritt eine realistische Vorstellung haben. Sollten Sie das noch nicht haben, ist es sinnvoll, sich in einem Vorprojekt umfassend beraten zu lassen.

Die Qualitätsfrage

Diese Frage hört sich zunächst einmal ein wenig merkwürdig an, denn wer würde schon etwas kaufen, wovon er genau weiß, daß es minderwertige Qualität hat? Hier sollten Sie ein wenig umdenken, denn der Qualitäts-Anspruch bestimmt in der EDV-Branche den Preis in einem größeren Ausmaß, als Sie vielleicht vermuten würden. Sehen wir uns ein einfaches Beispiel an:

Ein Bäcker und ein Architekt möchten beide ein Kontaktformular: Der Bäcker ist bereits zufrieden, wenn jemand in einem einfachen Formular einen Text eingeben kann, der dann via Knopfdruck an die Email-Adresse des Bäckers verschickt wird. Der Architekt möchte dagegen ein zweisprachiges schön gestaltetes Formular mit vollständiger Adresse haben, wo sämtliche Angaben validiert werden und per Fax an ihn geschickt werden mit Kopie an seine Sekretärin. Für den Bäcker ist es nicht weiter schlimm, wenn mal ein Email verloren geht, wenn der Server überlastet ist, denn das geschieht eigentlich nie. Der Architekt möchte dem Kunden dagegen differenziert eine zweisprachige Danke- oder Fehler-Seite anzeigen, vielleicht sogar in mehreren Sprachen, für alle Fälle ...

Sie werden sicher verstehen, daß man für diese Kontaktformulare nicht dasselbe berechnen kann.

Verlangen Sie mehrere Kostenvoranschläge

Wenn Sie einen Internet-Auftritt planen, verlangen Sie stets einen möglichst detaillierten Kostenvoranschlag. Tun Sie das bei mind. drei unterschiedlichen Internet-Dienstleistern. Sollten Sie Schwierigkeiten haben, sich für einen Dienstleister zu entscheiden, vergleichen Sie die Referenzen. Sie werden feststellen, dass jede Agentur bestimmte Vorlieben hat. Entscheiden Sie sich für jene Agentur, deren Refenzen Ihnen am besten gefallen.

Überschreitet die Größe des geplanten Projektes eine bestimmte Grenze, müssen Sie damit rechnen, daß die Erstellung eines KVA's mit Kosten verbunden ist. Sollte das der Fall sein, ist das ein Indikator, daß Sie vom Dienstleister ernst genommen werden. Nehmen Sie das nicht zum Anlass, den Dienstleister aus der engeren Wahl zu nehmen. Das sollten Sie nur dann tun, wenn der Dienstleister unverhältnismäßig viel für den KVA verlangt. Denn das würde niemand tun, der ernsthaft an einer Zusammenarbeit mit Ihnen interessiert ist.

Wie bewerten Sie die Kostenvoranschläge?

Detaillierte Kostenvoranschläge für Internet-Projekte beinhalten in der Regel eine große Menge an Informationen. Diese sind je nach Dienstleister unterschiedlich strukturiert und zusammengestellt. Oft sind noch nicht mal die einzelnen Punkte ähnlich benannt. So ist es für einen Laien in den meisten Fällen so gut wie unmöglich, die genauen Unterschiede festzustellen, geschweige denn einen aussagekräftigen Quervergleich vorzunehmen. Hier brauchen Sie zur Bewertung die Unterstützung von jemanden, der fachlich kompetent ist. Solch eine Person sollte möglichst vertrauenswürdig sein, also möglichst unvoreingenommen.

Das Problem ist, daß Ihnen in einer freien Marktwirtschaft kein Internet-Dienstleister Unvoreingenommenheit garantieren kann, weil kaum ein Internet-Dienstleister auf ein Projekt verzichten würde, welches lukrativ erscheint. Für die notwendige Unvoreingenommenheit eines bestimmten Unternehmens können Sie jedoch sorgen, indem Sie von vornherein klar stellen, daß Sie das geplante Projekt nicht an dasselbe Unternehmen vergeben werden, welches die KVA's bewertet. Es ist wichtig, daß Sie über Ihr Projekt stets genau informiert sind.

Wenn Sie sich für Produktivzone entscheiden

Wenn Sie sich für Produktivzone entscheiden, erhalten Sie von mir für jedes Projekt einen detaillierten Kostenvoranschlag. Im Unterschied zu anderen Internetagenturen, erhalten Sie diesen in Form eines ersten Storybooks (siehe Projektabwicklung). Sollte das geplante Projekt etwas umfangreicher sein, erhalten Sie das Storybook zum Selbstkostenpreis, worüber ich Sie selbstverständlich vorher informieren werden.

Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung kann ich die Kosten recht gut einschätzen. Das bedeutet, wenn wir uns auf einen bestimmten Betrag geeinigt haben, können Sie sicher sein, daß ich mich daran halten werde.

Sollten Sie zu diesem Thema weitere Fragen haben, stehe ich gern zur Verfügung.

06/06 jw..