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Was ist ein Internetshop?
Wenn von einem Internet-Shop die Rede ist, meint man damit eine vorgefertigte Internet-Applikation, mit dessen Hilfe beliebige Artikel via Internet verkauft werden können. Es handelt sich hier um eine komplexe Software Anwendung, die auf den ersten Blick simpel erscheint, aber tatsächlich eine Menge leisten muss:
Zunächst einmal müssen sämtliche Artikel mit Artikel-Nr., Bilder und Texte so erfasst werden, daß sie potentielle Käufer ansprechen und das vielleicht sogar in mehreren Sprachen. Dann müssen die rechtlichen und steuerlichen Bedingungen in den einzelnen Ländern bekannt sein, wo die Artikel verkauft werden sollen. Denn sonst wissen Sie ja nicht, wieviel Mehrwertsteuer, oder Zollgebühren verrechnet werden müssen. Es wäre auch sinnvoll, wenn die Versandkosten zuverlässig kalkulliert werden könnten. Man muss also die Produktgröße, das Gewicht und den Lieferweg kennen. Sie müssen sich auch über den Bestellvorgang Gedanken machen und über die dazu gehörende Zahlungsmethode, welches natürlich möglichst sicher sein sollte. Es müssen also auch die Lieferfristen Ihres Lieferanten bekannt sein, damit die Artikel rechtzeitig nachbestellt werden können, weil es sonst zu Lieferengpässen kommt. Und eine Anbindung an ein Warenwirtschafts-System wäre ebenfalls sinnvoll, denn sonst müssen die Lagerbestände doppelt geführt werden.
Das waren nur wenige Fragen. Sie sehen, es ist gar nicht so einfach, einen Internet-Shop zu betreiben. Und noch schwieriger wird es, wenn solch ein Shop auch noch rentieren soll.
Liste oder Katalog
Die Praxis hat gezeigt, daß es nicht viel Sinn macht, einen Shop anzubieten, der für jede Eventualität gerüstet ist (Die eierlegende Wollmilchsau). Denn die Administration von solch einem Shop ist ebenso umfangreich, wie die Möglichkeiten, die das Werkzeug bietet, und nicht jeder Shop-Betreiber ist bereit für einen derartigen Aufwand. Produktivzone verfolgt auch hier einen etwas anderen Ansatz, der sich wie folgt zusammenfassen lässt: Wir wollen keinen klassischen "Listenshop", wir wollen einen "Katalogshop".
Der Unterschied besteht zum einen in der Navigation. So gelangt man in einem Listenshop normalerweise über die Auswahl einer Produktkategorie zum gewünschten Produkt. In einem Versandkatalog ist die Produktkategorie durch die Seitenzahl vorgegeben. Im Internet gibt es keine Seitenzahlen, dort werden einzelne Seiten über eine Navigation zugänglich gemacht. Wenn man also die Produktkategorie über die CMS-Navigation abbilden kann, erübrigt sich damit jede zusätzliche Kategorisierung und damit auch der dazugehörende Verwaltungsaufwand.
Ein weiterer Unterschied besteht in der Art der Darstellung. So werden in den meisten Shops die Produkte in Form von Listenansichten präsentiert, wo sich die einzelnen Artikel optisch kaum voneinander abheben. Und auch die Detail-Ansichten sind meist einheitlich strukturiert, was sich ganz schlicht dadurch erklärt, dass die Produkt-Informationen in einer Datenbank abgespeichert sind, wo die Datenstruktur festgelegt ist. In einem Katalog ist das anders, dort kann ein Produkt individuell präsentiert werden, was natürlich wesentlich ansprechender ist. Aus diesem Grund überlässt Produktivzone auch die Präsentation der Produkte dem CMS, wodurch noch mehr Verwaltungsaufwand entfällt. So werden in der Shop-Komponente tatsächlich nur jene Daten verwaltet, die für die Verkaufsabwicklung von Bedeutung sind. Das mag am Anfang vielleicht ein wenig ungewohnt sein, bietet aber unschätzbare Vorteile.
Flexibilität
Nicht nur für das CMS Farbe7 werden XML-Dateien verwendet, sondern auch für die Shop-Komponente. Dies hat enorme Vorteile, denn bei einer Datenbank müssen sich die Programmierer auf eine zweidimensionale Datenstruktur festlegen, in einer XML-Datei können dagegen für jeden einzelnen Datensatz beliebig viele Dimensionen verwendet werden. Sie können beispielsweise jedem Produkt individuelle Metainformationen zuweisen und sogar Stammdaten wie z.B. Fassungsvermögen, Kleidergrößen, Schuhgrößen etc..
Die Anforderungen an ein Shop-System sind so unterschiedlich, wie die Produkte, die damit verkauft werden sollen. Das bedeutet, dass ein Shop-System möglichst flexibel sein muss. Diese Flexibilität kann gewährleistet werden, wenn alle Grundfunktionen des Shops auf möglichst kleine Einheiten heruntergebrochen werden können. In der Shop-Komponente von Farbe7 sind die Grundfunktionen an Darstellungsblöcke gebunden, die Systemweit mit Hilfe von Platzhaltern aufgerufen werden können. Hierzu steht im System eine eigene Parser-Bilbiothek zur Verfügung. Um ein Produkt zu referenzieren, genügt die Angabe einer Artikel-Nr. mit dem angenommenen Standort des Käufers (für Sprache, Mwst. und Versandkosten).
Ein weiteres Feature ist, dass individuelle Abhängigkeiten über den Weg einer Funktionsbibliothek erstellt werden können. Die Zuweisung der Funktionen erfolgt über XML. So können beispielsweise Lagerbestände von individuell angelegten Stammdaten abhängig gemacht werden, oder es werden Events definiert, die bestimmte Aktionen, wie z.B. der Versand von Emails auslösen können. Dazu ist jedoch ein entsprechend umfangreiches Customizing erforderlich. Diese Flexibilität hat natürlich einen Preis, so ist die Anbindung an ein Warenwirtschafts-System sehr schwierig, wenn auch nicht unmöglich.
Farbe7-Shopkomponente
Wenn Sie an der Shopkomponente von Produktivzone einen Farbe7-Auftritt haben möchten, wird zunächst ein Drehbuch erstellt. Darin werden folgende Punkte einzeln angesprochen, terminiert und kalkulliert:
- Communities
Rechteverwaltung (einfacher Kunde, Ditributor, etc.), Rolleverwaltung (Preiskategorien), eigene oder externe Userverwaltungen, etc.
- Artikel-Präsentation
Struktur und Detailierungsgrad der Daten, Erstellung Events und Abhängigkeiten von Stammdaten, Parametrisierung von Listendarstellungen und Sortierfunktionen
- Warenkorb-Funktionalität
für einfacher Bestellvorgang und sonstige Merklisten resp. Personalisierungen, Suchmaschinen-Kompatibilität
- Bestell-Vorgang
Trennung, Bestell-, Liefer- und Zahlungsadresse, Validierung des Bestellformulars, Zustellung der Bestellung nach bestimmten Kriterien (geographisch).
- Steuern/Versandkosten
MwSt., Versandarten, Berücksichtigung der Versandwege, etc.
- Zahlungsvorgang
Zahlungsmethoden (Bankeinzug, Vorkasse, Rechnung, Kreditkarten, etc.), Outsourcing (PayPal und ähnliche Dienste)
- Internationalisierung
Mehrsprachigkeit, Rechtliches, etc.
- Schnittstellen
Übetragungs-Protokolle (Email, SMTP-Header, SOAP, HTTP, Import/Export, sonstige), Replikationen oder Anbindung an externe Systeme (WWS, ERP, etc.)
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